06. Juni

Das Leben ist das Härteste. Manches Mal erwischt es einen unvorbereitet und man kann nur versuchen, trotzdem standzuhalten. Und anschließend die Scherben zusammenklauben, den Staub aus seinen Kleidern klopfen und wieder dort anknüpfen, wo man zu Boden ging. Etwas älter, natürlich, etwas weiser vielleicht, mit ein paar neuen Narben und Falten im Gesicht. Aber trotzdem – das Leben ist ein ewiges wieder Aufstehen und Weitermachen.

„Drei Tage nicht gelesen und das Gespräch wird schal.“ – An diesem Punkt stehe ich gerade, daher heute nur ein paar Notizen:

Ich werde mich wieder (vielleicht das letzte Mal?) durch das Werk von Hermann Hesse wühlen. Denn auch, wenn er mir nicht mehr das ist, was er einmal war, so ist er doch der Autor, der mich mit am meisten beeinflusst hat. Und auf einige seiner Bücher freue ich mich wirklich: Freunde, Das Glasperlenspiel, Klein und Wagner.

Bei meinem eigenen Buch geht es schleppend langsam weiter. Ich musste die ersten Kapitel noch einmal überarbeiten und bin jetzt etwa in der Mitte angelangt. Vielleicht sollte ich allen, die das Buch vorbestellt haben, eine kleine Nachricht schicken. Dass es noch etwas dauert und ich mir mit dem Termin im Mai einfach zu viel vorgenommen habe. Mal sehen.

Auf jeden Fall Morgen mehr davon, jetzt muss ich mich erst einmal auf die Suche nach Hesses ersten Roman machen: Peter Camenzind. Und vielleicht noch ein paar Kapitel meiner Kulturgeschichten umschreiben …