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An der schönen blauen Donau

An der schönen blauen Donau

Der Donauwalzer ist wohl eines der bekanntesten Werke der Orchesterliteratur. Das liegt unter anderem daran, dass er zu jedem Jahreswechsel im österreichischen Rundfunk gesendet wird und auch fixer Bestandteil und zugleich Höhepunkt des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker ist.

 

Komponiert wurde er von Johann Strauss Sohn im Winter 1866/67, ursprünglich in zwei Fassungen, eine für Männerchor und eine für Orchester.

Nach der Uraufführung durch den Wiener Männergesang-Verein beeilte sich Strauss, dem Werk noch eine Introduktion und Coda zu beizugeben und vervollständigte die Orchesterfassung. Diese wurde dann am 10. März 1867 im k.k. Volksgarten aufgeführt.

Das Werk fand aber keine große Beachtung, und so soll Johann Strauss nach der ersten Aufführung gegenüber seinem Bruder Josef gesagt haben: „Den Walzer mag der Teufel holen, nur um die Coda tut’s mir leid – der hätt’ ich einen Erfolg gewünscht.“

 

Im selben Jahr reüssierte J. Strauss jedoch auf der Pariser Weltausstellung und spielte dort auch diesen Walzer, der unter dem Namen „Le beau Danube bleu“ sofort durchschlagenden Erfolg hatte.

Alleine die Verlagsausgaben des Walzers, insbesondere die Klavierfassung zu vier Händen, verkauften sich in kurzer Zeit fast eine Million Mal.

 

Und bis heute erfreut sich dieser Walzer, den der Musikkritiker Eduard Hanslick schon 1874 als eine „wortlose Friedens-Marseillaise“ bezeichnet hatte, ungebrochener Beliebtheit bei Alt und Jung.

 

 

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