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Banqueting House

Banqueting House

Der 1573 geborene Inigo Jones gilt als der bedeutendste Architekt des englischen Klassizismus. Über seine frühen Jahre weiß man wenig, es gilt aber als gesichert, dass er lange Jahre in Italien verbrachte.

Dort beschäftigte er sich ausführlich mit den Werken der Antike und der Architektur der italienischen Renaissance, vor allem mit dem Werk des „ersten großen Berufsarchitekten“ Andrea di Pietro della Gondola, der unter dem Namen Palladio in die Architekturgeschichte einging.

1615 wird Jones unter Jakob I. zum „Surveyor of the King´s Works” ernannt, also zum Generalintendanten aller baulichen Belange des Hofes.

Sein Schaffen bedeutete die endgültige Befreiung der englischen Baukunst aus den Ketten der spätmittelalterlichen Tradition, die er in einem klassizistischen Sinne, dem sogenannten Palladianismus, erneuerte.

 

Das Banqueting House, das einzige noch bestehende Gebäude des 1698 abgebrannten Whitehall-Palastes (seit 1530 die Hauptresidenz der britischen Monarchen in London), wurde von Jakob I. in Auftrag gegeben. Der König wollte ein neues, repräsentatives Gebäude, nachdem er den ersten Saal abreißen ließ und der zweite durch einen Brand zerstört wurde.

Mit diesem Bau erhielt London sein erstes klassizistisches Gebäude und Inigo Jones begründete damit den sogenannten Palladianismus.

 

Das ganze Gebäude strahlt eine klassizistische Strenge und monumentale Würde aus. Um die Gleichmäßigkeit der Hauptansicht nicht zu beeinträchtigen, wurde das Eingangsportal an die Seite des Hauses verlegt.

Die Fassade des zweistöckigen Gebäudes wird durch Pilaster, also durch tragende Pfeiler ionisch / korinthischer Bauart gegliedert. Die drei mittleren Fenster werden durch Säulen etwas stärker betont als die Fenster daneben, die nur durch schlichte Formelemente begrenzt werden.

Im Inneren besteht das Gebäude aus nur einem einzigen Festsaal mit den berühmten Deckengemälden aus der Hand von Peter Paul Rubens.

 

Mit diesem Bau und seinem nachfolgenden Schaffen löste Jones eine große Begeisterung für die Architektur und die theoretischen Schriften Palladios aus, die bis ins 18. Jahrhundert anhielt.

 

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