Daniel Dorff ist ein amerikanischer Komponist. Er wurde 1956 in New Rochelle/New York geboren und studierte an der Cornell University und an der University of Pennsylvania. Er selbst  ist Saxophonist und Bassklarinettist – und kennt sich einfach wunderbar aus mit unserem Instrument, der Flöte.

 

Schon im Alter von 18 Jahren gewann er den ersten Preis beim renommierten Aspen Music Festival mit Fantasy, Scherzo and Nocturne für Saxophonquartett. Von 1996 bis 2015 war er Composer-in-residence für die Symphonie in C in Camden, New Yersey.

Für das ganz junge Publikum hat er einige abendfüllende Musicals mit Erzähler geschrieben, die einerseits pädagogischen Charakter haben, aber andererseits auch sehr unterhaltsam daher kommen. Seine Kompositionen sind in den USA äußerst populär und werden häufig gespielt.

Dorff ist Mitglied im Vorstand der Music Publishers‘ Association of the USA, der National Flute Association und der Charles Ives Society. Bei Theodore Presser, einem der großen amerikanischen Verlage, ist er Vizepräsident für die Herausgabe.

 

In Europa, und damit auch in Deutschland,  ist US-amerikanische Flötenkammermusik vor allem durch Gary Schocker vertreten, der unglaublich viele Werke für Flöte geschrieben hat. Daneben kennen wir natürlich auch Eldin Burtons Sonatina for Flute and Piano und die Werke von Katherine Hoover und Lowell Liebermann. Aber so richtig warm wurde man hier in der Alten Welt nicht mit der Kammermusik aus der Neuen Welt.

 

Für mich hat sich das jedoch mit Daniel Dorff geändert.

Durch ein Kammermusikprogramm vor einigen Jahren, das der US-amerikanischen Literatur gewidmet werden sollte, bin ich über seine Sonata Three Lakes gestolpert und seitdem spiele ich sehr viel von ihm. Dieser kurze Ausschnitt aus dem Programmtext von damals drückt ganz gut die vorherrschende Stimmung aus.

 

 „Wir reisen – musikalische gesehen  –  nun schon seit einigen Jahren durch die Länder Europas. Jetzt sind wir also in Amerika angekommen, genauer in den USA, in der Neuen Welt. Und es geht uns ein bisschen wie Antonin Dvorak, von dessen bekannter Sinfonie wir ja den Titel unseres Programmes „Aus der Neuen Welt“ stibitzt haben: alles fremd und unbekannt. Das ist nun doch erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die westliche Welt an sich doch sehr eng zusammengerückt ist.

Alle vier Werke des heutigen Abends sind fester Bestandteil der amerikanischen Recital – und Konzertwelt. Hier kennt man sie kaum bis gar nicht, und so hatten wir vor einigen Tagen sogar die Ehre, eine europäische Premiere spielen zu dürfen:  Daniel Dorffs Sonata „Three Lakes“. Er lässt  herzlich grüßen und freut sich sehr, dass sein Werk den Sprung über den großen Teich geschafft hat.“

 

Ja, ich freue mich auch. Denn Daniel Dorffs Musik ist eine echte Bereicherung für die Flötenkammermusik:

Er hat ein tolles Quartett für 4 Flöten geschrieben (The Year of the Rabbit), It takes four to Tango  für die selbe Besetzung, einige Werke für Piccoloflöte, Serenade to Eve für Flöte und Gitarre, für Flöte und Harfe die Serenade, jede Menge Literatur für Flöte und Klavier und für Soloflöte.

 

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(A. W.)