Der 1348 gestiftete Hosenbandorden (auch Hochedler Orden vom Hosenbande) ist einer der drei ehemaligen englischen Hoforden und bis heute der höchste Ritterorden des Vereinigten Königreichs.

 

Die englische Bezeichnung lautet „Most Noble Order of the Garter“, wobei ´garter´ weniger ein Hosenband als vielmehr ein Strumpf- oder Knieband bezeichnet.

Daraus dürfte sich auch sein Name und das Motto des Ordens herleiten: „Honi soit qui mal y pense“, was zu Deutsch meist falsch übersetzt wird als „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“

Die korrekte Übersetzung allerdings (vor allem, was den Sinn betrifft) lautet: „Ein Schuft, wer Böses dabei denkt“.

 

Der Beweggrund für seine Stiftung war wohl, dass Eduards III. seine Ritter fester an sich binden wollte. Der Auslöser jedoch war eine eher kuriose Begebenheit, deren Wahrheitsgehalt zwar mangels Quellen nicht als gesichert angesehen werden kann, die aber trotzdem zu schön ist, um hier nicht erzählt zu werden.

Eigentlich gibt es sogar zwei Versionen davon, die aber im Grunde auf dasselbe hinauslaufen.

 

Auf einem Ball tanzte der König Eduard III. mit seiner Geliebten Catherine Grandison, der Countess of Salisbury. Diese verlor, aus welchen Gründen auch immer, eines ihrer Strumpfbänder, was von den Umstehenden natürlich umgehend bemerkt wurde.  

Ein heftiges Tuscheln setzte ein, alle Augen richteten sich auf das Paar und jeder wartete, wie der König die Situation auflösen würde. Dieser aber war gar nicht verlegen, sondern ging auf auf seine ganz eigene Art und Weise damit um.

 

In der einen Version befestigte er das Strumpfband selbst an einem seiner Beine (wie es auch heute noch von Mitgliedern des Hosenbandordens gemacht wird) und rief: „Schämen muss sich, wer schlecht davon denkt.“

In einer anderen Version soll sich der König mit einem ausgebreiteten Mantel schützend vor seine Geliebte gestellt haben, damit diese ihr Band wieder befestigen konnte, währenddessen er den Kopf zu seinem Hofstaat drehte und rief: „Ein Schuft, wer Böses dabei denkt.“

 

Daraus soll sich auch die Verpflichtung der Mitglieder des Hosenbandordens herleiten, in Bedrängnis geratene Menschen zu beschützen.

Außerdem war es ein schönes Zeichen der damals an französischen und burgundischen Höfen gepflegten Form der Courtoisie, der besonderen Art der adligen Höflichkeit gegenüber Frauen.