17. Juli 1515: Beginn des Ersten Wiener Kongresses oder Wiener Fürstentag (17. Juli. bis 29. Juli 1515). Das Ergebnis war die „Wiener Doppelhochzeit“.

 

Kaiser Maximilian I. schloss einen Vertrag mit dem böhmisch-ungarischen Herrscher Wladislaw II. Zur Bekräftigung dieses Bündnisses wurde ein doppelter Ehevertrag zwischen Habsburgern und Jagiellonen geschlossen:

– Ludwig, der Sohn Wladislaws II., sollte von Maximilian adoptiert werden und Maria, die Enkelin Maximilians, heiraten.
– Ludwigs Schwester Anna sollte einen der beiden Enkel Maximilians, Ferdinand oder Karl, ehelichen.

 

Am 22. Juli 1515 fand in Wien die Doppelhochzeit im Stephansdom statt: Ludwig Jagiello heiratete Maria von Habsburg (beide 9 Jahre alt) und Kaiser Maximilian heiratete stellvertretend für einen seiner beiden Enkel die zwölfjährige Anna Jagiello. Als sein Enkel Karl die Thronfolge in Spanien übernahm, war klar, dass dessen Bruder Ferdinand Annas Gemahl sein würde.

 

Diese Doppelhochzeit hatte zur Folge, dass die Habsburger elf Jahre später (1526) nach dem Tod Ludwigs Böhmen und Ungarn erbten. Dennoch sollte es noch lange Kriege und Aufstände in Ungarn gegen die habsburgische Herrschaft geben.

 

(K. M.)