Faszinierende Felsformation eines der bemerkenswertesten Natur- und Kulturdenkmäler Europas, mittelalterliche sakrale Stätte und beliebtes Ausflugsziel – das sind die Externsteine im Herzen Lippes, auch Stonehenge Deutschlands genannt.

 

Der Gebirgszug des Teutoburger Waldes, zu dem auch die Externsteine gehören, bildete sich vor 80 Millionen Jahren. Funde von Flintstein zeigen, dass sich schon in der Steinzeit Jäger in der nahen Umgebung der Externsteine aufhielten. Archäologische Grabungen brachten dann erst wieder mittelalterliche Keramikfunde aus dem 10. – 14. Jahrhundert ans Licht. Was in der Zwischenzeit hier war lässt viel Raum für Spekulationen und Fantasie.

Die gestalterischen Arbeiten an den Externsteinen (die Grotten, das Felsengrab, das Kreuzabnahme-Relief) sind wahrscheinlich aus der Zeit des Mittelalters von Mönchen aus den umliegenden Klöstern geschaffen worden. In der Hauptgrotte findet sich eine Weihinschrift mit der Jahreszahl 1115.

Die heute vergitterten Höhlen wurden von Menschen früherer Zeiten (nachgewiesene Feuerstellen) schon genutzt genauso wie der Turmfelsen mit Höhenkammer, inklusive Rundloch und Altar aus vorchristlicher Zeit.

 

Bis heute ist das Rätsel um das tatsächliche Alter und die Nutzung der Anlage ungelöst, trotz einiger Interpretationen und Untersuchungen von Fachkräften wissenschaftlich nicht eindeutig zuzuordnen. Aber das ist wahrscheinlich das, was die Menschen hier in ihren Bann zieht.

 

(A. K.)