Am 28. April 1874 wird der Schriftsteller Karl Kraus in Böhmen (damals Teil der Habsburger-Monarchie) geboren.

Er gab ab 1899 die Zeitschrift „Die Fackel“ heraus, in der er sich vor allem gegen den Hetzjournalismus und die Verwahrlosung der deutschen Sprache wandte.

 

Sein bekanntestes Theaterstück ist „Die letzten Tage der Menschheit“, das er zwischen 1915 und 1922 schrieb. Es stellt die Unmenschlichkeit des 1. Weltkrieges dar und beruht auf vielen Zitaten. Die „Tragödie in 5 Akten mit Vorspiel und Epilog“ besteht aus 220 losen Szenen, 137 Orten und 1100 verschiedenen Rollen. Das macht es unmöglich, das Stück in seiner Gänze aufzuführen, ermöglicht jedoch verschiedenste Inszenierungsmöglichkeiten.

Am 12. Juni 1936 starb er in seiner Wohnung im Wiener 4. Bezirk an einem Herz- und Gehirnschlag.

 

Wo werden wir heute (außerhalb des Theaters) an Karl Kraus erinnert?

1970 wurde die Karl-Kraus-Gasse in Wien-Meidling nach Kraus benannt. Zu seinem 100. Geburtstag 1974 gab die Österreichische Post eine Gedenkbriefmarke heraus und die Wiener Stadtbibliothek im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine Karl-Kraus-Ausstellung.

Das Deckengemälde des großen Redoutensaals in Wien (Josef Mikl) ist inspiriert von Kraus‘ Gedicht „Jugend“.

In Wien gibt eine Gedenktafel an seinem Wohnhaus in der Lothringerstraße 6 und sein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof.

 

(K.M.)