Der 1873 in Nowgorod geborene S. Rachmaninow gilt als einer der wichtigsten Komponisten der spätromantischen Ära.

 

Schon als Kind erkannte man seine Begabung und mit vier Jahren wurde er ans Klavier gesetzt. Mit zwölf Jahren begann er schließlich sein Studium in Moskau, wo er neben seiner Leidenschaft für das Klavier auch seine Liebe zum Komponieren entdeckte.

Für seine Abschlussarbeit, der einaktigen Oper „Aleka“, wurde er mit der „Großen Goldmedaille“ ausgezeichnet.

 

Die Aufführung seiner ersten Symphonie jedoch fiel sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum vollständig durch.

César Cui, der bekannteste Kritiker seiner Zeit, schrieb: „Wenn es in der Hölle einen Konzertsaal gäbe und man einen Komponisten beauftragte, eine Symphonie über die Plagen Ägyptens zu schreiben, dann würde dieses neue Werk dem Auftrag in idealer Weise entsprechen …“

 

Rachmaninow, der schon vorher zu Schwermut und Depressionen geneigt hatte, brach vollständig zusammen und geriet in eine schwere seelische Krise. Erst der Arzt und Psychotherapeut Nikolai Dahl vermochte ihn wieder aufzurichten und zum Komponieren zu ermutigen.

Ihm widmete er auch sein zweites Klavierkonzert, für mich das Schönste seiner Konzerte, schöner noch als das so berühmte dritte. Es beginnt mit gewaltig anschwellenden Glockenakkorden im Klavier, in die eine mächtige, traurige Melodie strömt.

 

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Heute habe ich mich für eine Aufnahme von Arthur Rubinstein entschieden. Schon zu Beginn kann man seine ganze Kunstfertigkeit und Genialität bestaunen. Nirgends sonst habe ich schon in den ersten Akkorden so viel Spannung, so viel Drang nach vorne erlebt wie bei ihm.

Eine halbe Stunde reiner Genuss auf höchstem Niveau!