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Über Bildung 01

Über Bildung 01

Ich will heute über die Wandlung des Begriffs „Bildung“ sprechen. Was sich dadurch ändert, dass wir unter Bildung nur mehr eine Ausbildung verstehen und darüber, was wir durch diesen Bedeutungswandel verlieren werden.

 

Heute wird überall von Bildung gesprochen, egal ob in Elternrunden, auf Facebook oder in Talkshows. Sie scheint „das“ Mittel zur Lösung aller anstehenden Probleme zu sein. Aber die Bedeutung des Begriffes selbst hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert.

Früher war Bildung ein Hilfsmittel, um persönlich als Mensch zu wachsen. Und darauf aufbauend war ein gebildetes Subjekt der wichtigste Baustein des Zusammenhalts unserer Art von Gesellschaft.

Doch heute geht es bei allen Diskussionen nur mehr um solch abstrakte Dinge wie lebenslanges Lernen, darum, Kompetenzen zu erwerben oder möglichst viele Scheine von möglichst vielen Universitäten zu besitzen. Also um etwas, das man später ökonomisch verwerten kann.

Aber Bildung hatte immer einen wichtigeren Aspekt als den ihrer Verwertbarkeit. Natürlich mussten Menschen zu allen Zeiten um ihren Lebensunterhalt kämpfen und dazu diente in einer entwickelten Gesellschaft in erster Linie eine gründliche Ausbildung. Aber Bildung und Ausbildung waren zwei klar voneinander getrennte Sphären.

 

„Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.“  1

  

Bildung und Kultur hatten die Aufgabe, die Menschen daran zu erinnern, dass sie ein menschliches Wesen besaßen und dass es mehr gab, als Besitz und Erfolg.

Wenn aber die gesamte Bildung nur auf eine Ausbildung für Wirtschaftsprozesse reduziert wird, dann verlieren wir einen wichtigen Teil der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrhunderte. Denn eine Gesellschaft fußt auf den Werten und Einstellungen ihrer Kultur.

Doch ohne eine umfassende Bildung können Menschen sie nicht mehr entschlüsseln und dadurch wird diese Kultur verschwinden.

Aber an unserer Kultur hängen mehr als nur ein paar Gedichte oder einige Werke der klassischen Musik. Sie besitzt einen Pool an Grundeinstellungen und Werten, die für unsere Gesellschaft immens wichtig sind.

Beispiele die mir dazu einfallen sind etwa Freude an der Schönheit. Die Fähigkeit, Gewissen und Verantwortung für die nächste Generation zu empfinden. Oder der Glaube an den Sinn von Forschung auch auf entlegensten Gebieten, damit sich die Gesellschaft als Ganzes weiter entwickeln kann.

Wenn wir aber Bildung so stark beschneiden wie es heute geschieht, dann verlieren wir diese Kultur. Und  auch das Wissen darum, dass der Mensch mehr ist, als ein Wirtschaftsfaktor und ein Wesen, das unterhalten sein will.

 

Ich persönlich würde sogar noch weiter gehen. Ich glaube, wenn Bildung von vornherein auf eine Ausbildung reduziert wird, dann verschwindet sie als Grundlage einer entwickelten Gesellschaft.

Ich will damit nicht sagen, dass nicht auch andere Zivilisationen „Bildung“ besaßen. Ganz im Gegenteil.

Wir sollten uns klar machen, dass es in jeder Art von Gemeinschaft eine ihr eigene Art von Bildung gibt. Denken wir etwa an die Kultur der Spartaner. Auch in ihr wurden Kinder in ihrem Sinne „gebildet“ oder, besser gesagt, ausgebildet, um ihr Gemeinwesen am Leben zu erhalten. Aber die „Bildung“ der Spartaner dient in meinen Augen als abschreckendes Beispiel in der Geschichte.

Dessen sollten wir uns bewusst sein, wenn wir heute eine allgemeine Bildung aus unseren Schulen verschwinden lassen. Wenn wir den Begriff so weit aufweichen, bis er nur mehr eine Ausbildung für den Beruf bedeutet.

Denn dann wird unsere Art von Kultur und Gesellschaft, mit all ihren Vorteilen, nicht bestehen können.

 

„Das Gewissen ist eingefleischte Kulturgeschichte.“  2

 

An dieser Stelle kommt immer der Einwand, dass auch in unserer Kultur nie alle Mitglieder im gleichen Maße gebildet waren. Aber darum geht es nicht.

Denn Bildung war ein Wert an sich, den die Menschen erstrebten. Sie gehörte mit zu dem, was das Leben lebenswert machte und war ein Ideal, das das Denken und die Entwicklung der Gesellschaft beeinflusste.

 

Der Unterschied zu unserer Zeit ist erschreckend.

Denn heute wagt es kaum jemand, den Bildungsbegriff in einem solchen Sinne etwas weiter zu fassen. Fast scheint schon der Gedanke daran wie Blasphemie, denn sofort kommt die Gegenfrage:  „Wieso soll man sich überhaupt bilden? Reicht es denn nicht, von vielen Dingen eine Ahnung zu haben, fit für den Arbeitsmarkt zu sein und genügend Geld  zu besitzen, um sich seine Wünsche zu erfüllen? Leben wir nicht in einer vernetzten Welt, in der Wissen und Bildung obsolet geworden sind, weil alles, was wir brauchen, nur einen Mausklick entfernt ist?“

 

Ich kann auf diese und ähnliche Fragen auch keine endgültigen Antworten geben. Ich kann niemandem das Denken abnehmen, die Arbeit, sich diesen Fragen zu stellen und eigene Antworten darauf zu finden. Ich kann nur versuchen, Denkanstöße zu geben und Punkte aufzuzeigen, die mir persönlich wichtig erscheinen.

 

„Bücher begleiten uns durch unser Leben. Sie sind Mittel unserer Menschwerdung, sie vertiefen unser Bewußtsein.“  3

K. P. Liessmann sagte einmal: „Wo die Kultur verschwindet, verschwindet alles, was das Leben lebenswert macht.“  4

 

Kultur erinnert uns daran, dass es mehr gibt als den Kampf um Macht und Geld. Sie gemahnt uns, dass wir Menschen sind. Dass wir ein empfindsames Wesen besitzen, dessen Wert nicht anhand abstrakter Kriterien messbar ist. Und dass es Dinge gibt, die man nicht objektiv definieren kann, sondern die man empfinden muss.

 

Wie etwa die Liebe.

Können wir Liebe besitzen? Können wir sie objektiv messen oder bewerten? An Hand welcher Kriterien? Im Vergleich wozu? Geht es dabei um Effizienz? Darum, wie viele Frauen wir geliebt haben? Wer treuer war oder wer mehr Jahre an der Seite seines Partners verbracht hat?

Definieren wir Liebe nicht vielmehr durch das, was wir erfahren durften? Durch das, wodurch wir, im weitesten Sinne,  gebildet wurden? Wie zum Beispiel durch Literatur und Figuren wie Romeo und Julia, Anna Karenina oder Effi Briest.

 

Diese Dinge lernen wir in erster Linie aus der Beschäftigung mit künstlerischen Werken.

Doch wenn wir ihre Sprache nicht mehr sprechen, wenn wir sie nicht mehr entschlüsseln können, werden sie zu leeren Hülsen. Dann ist ein Bild von Rubens kein Bekenntnis mehr eines Kampfes um seinen Glauben, sondern ein Gegenstand der so und so viele Millionen „wert“ ist. Ein Buch ist kein Werk mehr, das uns mit seiner Sprache aufrüttelt und an unser Innerstes rührt, sondern es ist einfach ein Medium, um eine spannende Geschichte zu erzählen.

 

Die Fähigkeit, auf diese Art mit den Werten unserer Kultur umzugehen erlangt man nur über eine umfassende Bildung.

Und deshalb ist es so wichtig, dass sie mehr ist als eine Ausbildung. Nicht um später im Leben erfolgreicher zu sein. Oder um die Wirtschaft zu stärken.

Sondern um als Mensch zu wachsen.

Und damit das Beste aus unserer Kultur und Gesellschaft bestehen bleiben kann.

 

Hier geht es weiter: „Über Bildung 02“

 

 

1 Jean Paul, „Aphorismen“
Jakob Bosshart, „Bausteine“
3 Reinhard Piper, „Aphorismen“
4 Neil Postman, „Wir amüsieren uns zu Tode“

16 Comments

  1. Wunderbar! Diese Gedanken habe ich heute gebraucht! Und nun bin ich auf Bieri neugierig geworden: ist seine Frühberentungsflammschrift „“Eine Diktatur der Gedchäftigkeit“ irgendwo auffindbar? Würde mich brennend interessieren.
    Danke.

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    • Hallo Elisabeth und danke daß Du hier ein wenig mitliest.

      Warum hast Du diese Gedanken heute gebraucht? Geht es Dir in Deinem Leben auch ähnlich?

      Und ich kann seine Schrift leider auch nicht finden. Ich wußte gar nicht daß es sie gibt, ich dachte immer das war ein Zitat aus einem Interview. Aber falls Du es findest, dann schick mir doch auch die Quelle! Danke.

      Liebe Grüße,
      Thomas.

      Antworten
      • Lieber Thomas,
        da ich seit vielen Jahren an einer mittelgroßen öffentlichen Uni im Mittelwesten der USA deutsche Sprache und Literatur lehre, war mir gestern in einer Fakultätssitzung, in der meine Kollegen wie Schafe alle Kommerzialisierungsumgestaltungen wieder mal brav abnickten, statt mit der Faust auf den Tisch zu hauen, alles so sauer aufgestoßen, daß ich mir schwor, mich irgendwie zu vernetzten, damit sich bei mir nicht plötzlich oder schleichend auch so eine Schafsmentalität einnistet, tja und wie ich so über Twitter beim Morgenkaffee brütete, stolperte ich über Dein „Bildung“-sangebot, und bin echt froh, ihm gefolgt zu sein, weil ich in einigen Gedanken eine gewissen Verwandtschaft spüre, die mir im Sinne einer beginnenden Vernetzung zwecks Resistenz und Gegenangeboten wichtig scheint…

        Im übrigen verließ ich Deutschland in den 80er Jahren unter anderem deshalb, weil die akademische Welt sich dort so verkopft hatte, daß der Spaß und die pure Freude an der Literatur (und auch in der Musikwissenschaft!) schlicht negiert wurde; das fand ich an der Washington University in St. Louis besonders bei dem phänomenalen Egon Schwarz (meinem Doktorvater, „Nachdenken über Eichendorff“, seine Autobiographie sei besonders empfohlen) so erfrischend anders! Und da wußte ich, daß ich lieber in diesem Land unterrichten wollte, wo man mir die Freude ließ, und die noch verbriefte Academic Freedom läßt mich auch grad dieses jetzige Semester Anna Seghers „Siebte Kreuz“ so unterrichten, daß die spannende Nähe im faschistisch abrutschenden Amerika als nackenhaarsträubender, passender Vergleich zu den 30er Jahren meinen Student_nnen erdenk- und erspürbar ist!
        Schreib weiter! Ich werd mich ein bissen auf Deiner Blogsammlung umgucken…

        übrigens, „Elisabeth“ ist mein zweiter Name, und in der googleemail mitverarbeitet; der echte Name ist Christina Brantner…

        Antworten
        • Hallo Christina und tut mir leid, dass ich erst so spät antworte. Aber anscheinend bekomme ich keine Nachricht über Kommentare auf einen Kommentar …

          Danke für die ausführliche Antwort! Ich finde es wunderbar, dass Du Dich vernetzen willst. Und ich würde Dir gerne helfen, also wenn Du etwas brauchst dann schreib es mir einfach.

          Das Thema Kommerzialisierung in der Schule kenne ich noch aus der Zeit als ich unterrichtete. Damals ging es noch ganz naiv um die Aufstellung einiger Werbetafeln. Aber ich glaube da ist man heute schon einen großen Schritt weiter.

          Und von Amerika und der derzeitigen Politik weiß ich gar nichts. Erstens lese ich keine Zeitunge und sehe kaum fern. Und zweitens ist das alles so gefiltert durch unsere europäischen Augen, dass ich nicht weiß was ich glauben soll und was Übertreibung ist.

          Liebe Grüße,
          Thomas.

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  2. Hallo und danke für Deine Antwort. Ich lese ja für mich raus daß Du kluge Gedanken gefunden hast denen Du zustimmen kannst. Das freut mich sehr.

    Und Du hast Recht, ich hätte den Beitrag noch einmal lesen und verbessern müssen, aber ich war mit dem Thema und dem Schreiben der Gedanken so beschäftigt daß ich darauf zu wenig geachtet habe. Danke für den Hinweis!

    Liebe Grüße,
    Thomas.

    Antworten
  3. Ja, „speybridge“, die fehlenden Kommas stießen mir anfangs auch auf, aber dann fand ich den dadurch so viel freieren Wortfluß eigentlich besonders passend und würde sogar behaupten, daß es besser zum Inhalt paßt… ich tendiere zu eigenwilligerer Zeichensetzung, bei der ich Kommas auch oft als schachtelschützende Denkpausen einsetze, also grad das Gegenteil… aber die Variation ist ja das besonders schöne an einem guten Thema!

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  4. Danke für diesen wunderbaren Gedankengang – ich werde ihn gleich mal teilen…

    Denn gerade die Herbst- und Winterzeit ist doch hervorragend dazu geeignet, sich mit einem guten Buch einfach einzukuscheln…

    Bücher, die man so richtig in der Hand hält. Nicht irgendwelche Texte auf einem Bildschirm.

    Herzliche Grüße aus dem sehr lesefreudigen maison malou
    Biggi

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    • Herzlichen Dank für das Teilen, das freut mich jetzt aber!

      Und ja, ich lese fast ausschließlich in Büchern. Ich drucke mir sogar Texte aus die etwas länger sind um sie nicht am Bildschirm lesen zu müssen.

      Welche Art von Literatur liest Du denn?

      Thomas.

      Antworten
  5. Lieber Thomas,
    Vielen Dank für diesen Artikel! In mir enstehen Wortspiele wenn ich das lese:
    Bildung hat auch etwas mit Bildern zu tun. Einem Auszubildenden werden Bilder angeboten, um ihm einen inneren Schatz zu geben, den ihm niemand mehr nehmen kann.
    Dabei sind Bilder nicht nur visuell zu verstehen, sie können aus Kunst und Kultur, Literatur oder Philosophie entstehen. Reisen in fremde Gefilde erzeugen ebenso neue Bilder wie ein Wissen aus bisher unbekannten Fachgebieten.
    Ein reich bebildertes Innen macht weit im Außen, erweitert den Horizont, erzeugt Freiheit und Weitblick, reduziert Schwarz-Weiß Denken und bietet Bunt.
    Wer viele verschiedene Bilder in seinem Inneren hat kommuniziert wertfreier, weil er schon mehr gesehen hat.
    Es liegt nicht an uns zu werten woher diese Bilder kommen oder wie wertvoll sie sind. Aber ich denke Tiefgründigkeit und Vielfalt des Sortiments könnten ein Anhaltspunkt für die Bedeutung der Sammlung sein.
    Wer gut gebildet/ bebildert wurde hat eine wesentlich größere Auswahl sich auszudrücken, zu beschreiben was er denkt und fühlt, denn er schöpft aus einem großen Repertoire.
    Literatur bildet dabei natürlich einen größeren Wortschatz, aber bestehen Schätze nur aus Worten? Vor allem nur aus „richtigen Worten“ oder „richtiger Zeichensetzung“? Ich glaube nicht.
    Schätze sind, wenn man sich bereichert fühlt, und das passiert mir bei deinen Artikeln regelmäßig!
    Danke lieber Thomas für deine Inspirationen meine Bildwelt zu erweitern.

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    • Liebe Barbara,

      danke für Deine Antwort. Und danke für die vielen Komplimente!

      Ich stimme absolut mit Dir überein was die vielen Bilder betrifft. Und Du drückst das wunderschön aus: „… macht weit im Außen, erweitert den Horizont, …“. Ja, so sehe ich das auch.

      Aber ich glaube schon, dass wir als Erwachsene mit die Pflicht haben, die richtigen Bilder für unsere Kinder und Jugendlichen auszusuchen. Denn wir als Gebildete wissen, was wertvoll ist, anhand welcher man sich bilden kann usw.
      Was natürlich eine Wertung bedeutet, aber nicht im Sinne von Abwertung einzelner Dinge sondern nur was ist zielführender, was macht uns klüger, warmherziger, geistig freier usw. (Du weißt sicher was ich meine).

      Liebe Grüße,
      Thomas.

      Antworten
  6. Weil es mir (konkret mit der IT-Geldverteilung an die Schulen) wieder mal stank, wie oberflächlich der Begriff missbraucht wird, spricht mir ‚ueber-bildung‘ aus der Seele und studiere ich Erhard Wiersing „Theorie der Bildung“ wo wissenschaftlich verantwortungsvoll damit umgegangen wird

    Antworten
    • Hallo Herr Schicht und danke fürs Lesen.

      Ich gebe ihnen vollkommen Recht, es wird zu wenig darüber nachgedacht was Bildung ist und was sie für unsere Gesellschaft bedeutet. Aber ich glaube, dass das Nachdenken darüber gerade wieder in Gang kommt.

      Und danke für den Literaturtipp. E. Wiersing kenne ich noch nicht, freue mich aber schon auf die Lektüre.

      Liebe Grüße,
      Thomas Stiegler.

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  7. Hallo, Thomas!

    Ein schöner Artikel, bei dem es weniger um die äußere Form, als vielmehr um den Inhalt und den Impetus ankommt.
    Ich empfehle Dir ein Buch mit dem Titel »Bildung« von Hartmut von Hentig, welches ich einmal gelesen habe.
    Weiter hat der gute Hermann Hesse sich einst zu dem Thema geäußert:

    »Hermann Hesse über echte Bildung

    Echte Bildung ist nicht Bildung zu irgendeinem Zweck, sondern sie hat, wie jedes Streben nach dem Vollkommenen, ihren Sinn in sich selbst. So wie das Streben nach körperlicher Kraft, Gewandheit und Schönheit nicht irgendeinen Endzweck hat, etwa den, uns reich, berühmt und mächtig zu machen, sondern seinen Lohn in sich selbst trägt, indem es unser Lebensgefühl und unser Selbstvertrauen steigert, indem es uns froher und glücklicher macht und uns eine höheres Gefühl von Sicherheit und Gesundheit gibt, ebenso ist auch das Streben nach >Bildung< , das heißt nach geistiger und seelischer Vervollkommnung, nicht ein mühsamer Weg zu irgendwelchen begrenzten Zielen, sondern ein beglückendes und stärkendes Erweitern unseres Bewußtseins, eine Bereicherung unsrer Lebens- und Glücksmöglichkeiten. Darum ist echte Bildung, ebenso wie Körperkultur, Erfüllung und Antrieb zugleich, ist überall am Ziele und bleibt doch nirgends rasten, ist ein Unterwegssein im Undendlichen, ein Mitschwingen im Universum, ein Mitleben im Zeitlosen. Ihr Ziel ist nicht Steigerung einzelner Fähigkeiten und Leistungen, sondern sie hilft uns, unserem Leben einen Sinn zu geben, die Vergangenheit zu deuten, der Zukunft in furchtloser Bereitschaft offenzustehen.
    (Quelle: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne)«

    Herzliche Grüße,

    Christian

    Antworten
    • Hallo Christian.

      Danke für den Buchtipp, das werde ich dann mit Deinem Buch mitbestellen. Freu mich schon auf beide.

      Und danke für das Zitat von Hesse das ich nur unterschreiben kann.

      Liebe Grüße,
      Thomas.

      Antworten
  8. Ja, das Thema kommt mir auch immer unter.
    Ich wundere mich zB immer wie „ungebildet“ Lehrer auf dem Stuhl von WWM sind.
    Die einfachsten Dinge wissen diese „Fachidioten“ nicht mehr und die sollen unseren Kindern etwas beibringen,

    Antworten
    • Hallo Martina.

      Ich auch, musste erst mal nachsehen, was WWM ist … 🙂

      Ich habe die Sendung noch nie gesehen, aber es stimmt schon, auch die Allgemeinbildung sinkt. Ganz zu schweigen vom Interesse an Literatur oder klassischer Musik. Und vor allem auch an unserer Geschichte.

      Schade. Denn nur umfassend gebildete Lehrer können junge Menschen umfassend bilden.

      Thomas.

      Antworten

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